Lavendel in des Sommerkleides Taschen – Hans-Eckardt Wenzel
o2. Dezember 2010, 2o.oo Uhr
Über Wenzel wurde in den letzten 3o Jahren viel geschrieben und gesagt. Er wurde gelobt und kritisiert, in den Himmel gehoben und verteufelt. Viel wichtiger aber ist, was er denkt. Was er zu sagen hat. Was er schreibt. Und vertont. Was er fühlt. Dieser Mann ist Musiker und Sänger. Durch und durch. Und er ist Lyriker. Regisseur. Autor. Komponist. Und Narr. Und er ist und bleibt. Bei allem. Mensch. Durch und durch. Er ist bissig, verletzlich, stark, voller (Galgen)Humor. Er ist nicht recht bei Trost. Und ganz bei sich. Er ist schwach, ungerecht, einfühlsam. Und er ist. In allem. Schmerzhaft ehrlich. Er spielt auf der Bühne kein Theater. Durch sein Matrosenhemd pfeift eine echte Brise Seemannsgarn. Hangelt sich die Welt durch die Seelentakelage. Spielt die Sehnsucht in den Wanten. Jonglieren Sprachwitz und Melancholie mit unbändiger Lebenslust. Wenzel ist eine Erkenntnis. Kein Event. Er ist Mann. Kein marktförmiges Neutrum. Ihn in solcher Nähe wie im Roten Salon zu erleben. Ist Herausforderung. Und Geschenk. Ist Wagnis. Und Gewissheit.
Wenzel